... bedeutet, dass dem
Arbeitenden nur der Teil seiner Arbeitsergebnisse überlassen bleibt,
den er samt den Seinen zum Überleben braucht, während sich das
darüber hinausgehende Mehrprodukt der Besitzer der Produktionsmittel
aneignet. Untergeordnet ist dabei, wie er dies tut und was alles als
zum Leben der Nichtbesitzer notwendig anerkannt wird. Der
„Ausgebeutete“ muss nicht notwendig arm sein. Er muss nur
möglichst viel Mehrprodukt erzeugen. Als Sklave gehörte er nicht
einmal sich selbst und wurde verschlissen wie eine Maschine. Im
Feudalismus, viele sagen heute Mittelalter dazu, lebte die
herrschende Hauptklasse von den Abgaben und der anteilig unbezahlten
Pflichtarbeit der Arbeitenden. Im Kapitalismus kann und muss der
Arbeitende zeitlich beschränkt seine Arbeitskraft verkaufen. Durch
den hohen Anteil der schon in Maschinen vergegenständlichten Arbeit
am Gesamtwert braucht er nur noch eine minimale Arbeitszeit, um damit
den Seinen eine gute Reproduktion zu sichern. Der größere „Rest“,
das Mehrprodukt, bleibt privat.