Dienstag, 29. Mai 2012

Gedichtentwurf 7


links (3)

einst war der
der ein land erobern wollte
indem er seine
führung kaufte
oder eine gruppe im land
die mordend die führung übernahm
ein kolonialist weil
er wollte das land erobern
heute ist er
ein linker weil
er ist
für den frieden

einst wurde unkraut
gejätet also
samt wurzel entfernt
heute nennt man das angewidert
radikal
und man malt
absterbende diesteln
rot an
und nennt das
pluralismus

Sonntag, 27. Mai 2012

Gedichtentwurf 6


Links (2)

in einem raum
gibt es
500 sitze
ist er gefüllt
sitzen 100
auf der linken seite
oder sie beschließen
es sind 250
weil die anderen 250
dann die rechte seite sind
oder 400 beschließen
dass die anderen
die linke seite sind
oder die rechte
wenn sie die linke
sein wollen
wenn es modern ist
lässt der am linken
außenplatz
beschließen
der saal kann
keinen linksaußenplatz haben
oder keinen rechtsaußen
weil auf der
linken seite
längst rechte sitzen

in den morgenstunden
gehen die putzfrauen
durch die reihen
kommen sie von hinten herein
ist links rechter hand
kommen sie von vorn herein
ist links linker hand

in den augenblicken
wenn sie gerade
ihre arbeit vollbracht haben
ist der ganze saal
wenigstens kurz einmal
sauber

Samstag, 26. Mai 2012

Gedichtentwurf 5


Links (1)

ein ganzes hat
seiten
eine linke und eine rechte
eine obere und eine untere
sogar
eine linke obere
und eine rechte untere

ein ganzes hat
ein gemeinsames
wofür alle stehen
manche sagen
kapitalismus
manche sagen
gesellschaft
manche sagen
system

ein mensch kann
ohne linke hand leben
eine linke hand kann
ohne den menschen dazu
nicht leben

führt die linke hand
den dolch
gegen das herz
des menschen
zu dem sie gehört
stirbt sie
mit ihm ab

Mittwoch, 23. Mai 2012

Gedichtentwurf 4


Weil ich
mannbar
nicht im Sitzen
pinkle und
doch nicht immer
treffe,
begegne ich den Bäumen,
vor denen ich
schon gestanden habe,
mit Ehrfurcht,
denn sie treiben
wunderschöne Blüten.
Geld
bekomme ich dafür,
diese Blüten
zu entfernen.

Dienstag, 22. Mai 2012

Gedichtentwurf 3


Für die galaktische Amöbe
namens Mensch
ist diese eine Erde
der dauernde Raumanzug.
Irgendwo erlaubt sie
Schläuche, aus denen
das Trinken kommt,
und Schläuche,
in die das Getrunkene kommt,
dass nicht Schweiß wurde,
und Anlagen, in denen
das Getrunkene
das Trinken wird
und mit dem Essen ist es
ebenso.
Diese Amöbe aber
vertreibt ihre Zeit damit,
aus dem,
was nicht erst Bukowski
Scheiße nannte,
Geld zu machen,
ohne zu merken,
dass das dasselbe ist,
und es zu fressen,
bis ein amöbenfreier
Raumanzug
durchs All schwebt,
sinnlos lebensfroh
noch ein paar Milliarden Jahre
erwärmt vom Mutterschiff
namens Sonne.


Montag, 21. Mai 2012

Gedichtentwurf 2


Durch Ferien
auf dem Titan
würde ich
berühmt und
all das hier
los werden
für einen langen Trip.
Aber wie soll ich
frisch gezapftes
Pils in den Raumanzug leiten
und dem Titan
würde eine Klimaerwärmung auch
ganz gut tun.

So lebe ich
weiter zwischen der Kälte
der Menschen neben mir,
vereise langsam
in der Atmosphäre
des sich masturbierend
vermehrenden Geldes
und frage nicht mehr,
ob es mich nicht schon längst
verdaut hat.

Sonntag, 20. Mai 2012

Gedichtentwurf

Ich destilliere Zucker
aus der Cola.
Was den Boden des Behälters bedeckt,
sieht so übel aus,
dass das Bier, dass ich einschütten will,
nicht aus dem Flaschenhals kommt.
In der Coca
ist auch nicht mehr drin,
weshalb das Zeug heißt,
wie es trotzdem noch heißt.
Ich trinke den Ersatz,
weil wenn ich schon
sterben muss,
dann soll es nicht so teuer sein.
Das bisschen restliche Leben
ist schon teuer genug.

Donnerstag, 17. Mai 2012

Selbsteinschätzung

Dieses Blog wird wahrscheinlich nichts anderes als auf ein anderes deuten ...

Sonntag, 13. Mai 2012

Statement 2

Also mir wird noch etwas Sinnvolles einfallen. Aber Sinnloses geht erstmal auch.

Freitag, 11. Mai 2012

Startmeldung

Hiermit unterstütze ich das Fatwa-Vorhaben von Slov ant Gali zur Simulierung eines Pagerank-reifen Fakeblogs von Slov ant Gali.